po polsku

Va. Von Berlin nach Stettin (Danzig, Elbing).

 

142 km (von Stadtmitte zu Stadtmitte); die Strecke bildet die besonders im Sommer viel befahrene Verbindung von Berlin nach den Ostseebädern. Die Fortsetzung der Autobahn von Stettin (Bäderstraße) nach Danzig war Anfang 1939 im Bau.

Von Berlin ist als Fortsetzung der im Bau be­findlichen Berliner Nord-Süd-Achse eine direkte Zubringerstraße zur Stettiner autobahn bei Lanke geplant; bis zu ihrer Fertigstellung fährt man über den Berliner Ring: Ausfährt nordöstlich auf der Reichsstraße Nr. 2 bis zur (16 km) Einfahrt „Weißensee-Bernau Süd“ in den Berliner Auto­bahn Ring und auf diesem 1km östlich bis zum „Stettiner Dreieck“.

Die Autobahn nach Stettin biegt am „Stettiner Dreieck (km 0) vom Berliner Ring links ab, führt unter dem Ring hindurch und ziemlich eben und gerade durch Ackerland; ab 5,5 km rechts hübscher Blick auf die alte Stadt Bernau.

8,4 km: Aus- und Einfahrt Bernau , 2 km von der Stadt. Weiter in welligen Geraden durch die schönen. an Seen reichen Waldungen der nördlichen Mark Brandenburg; zahlreicheWaldparkplätze. - Bei 16 km mündet die im Bau befindliche Zubringerstrecke von der Berliner Nord-Süd-Achse; bei 16,5 km auf einer Brücke über den von Buchenwald umschlossenen Obersee, bei 16,7 km ein besonders reizvoller Parkplatz mit Bade­gelegenheit.

18,5 km: Aus- und Einfahrt Lanke, 1 km nördlich von der hübsch gelegenen Sommerfrische (Hotel Schloßpark), mit Schloß und Park.-Die Autobahn zieht ab 20 km durch den Biesenthaler Forst, mit Kiefernbeständen und vereinzelten Wacholdern; mehrere Park­plätze, bei 22,3 km Wildwechsel. Dann quert man das breite Eberswalder Urstromtal, das durch die Schmelzwasser am Ende der Eiszeit ausgewaschen wurde; bei 28 km rechts Blick auf Eberswälde, bei 29 km über den dem Urstromtal folgenden Finow­Kanal, der von Friedrich d. Gr. zur Verbindung der Havel mit der Oder angelegt wurde und jetzt durch den Großschiffahrtsweg ersetzt ist.

29,7 km: Aus- und Einfahrt Eberswalde-Finowfurt (Raststätte und Tankstelle), 11 km westlich von der Stadt Eberswalde, an der Reichsstraße Nr. 5 nach Niederfinow (22 km). ­Die Autobahn führt leicht aufwärts zur Brücke über den Großschiffahrtsweg Berlin-Stettin („Hohenzollernkanal [jetzt Oder-Havel-Kanal]), der unterhalb von dem großen Schiffshebewerk Niederfinow (22 km) in die Oder mündet; vor der Brücke ein Parkplatz mit Blick auf den Kanal und auf Eberswalde. Weiter durch Ackerland und kleinere Wald­stücke; bei 32,6 km Wildwechsel, bei 34,1 km rechts Blick auf den Großen Buckowsee“.

35,3 km: Aus- und Einfahrt Werbellinsee; von hier führt eine Landstraße 3 km nordwestlich nach der Sommerfrische Altenhof (Kurhaus), am Ostufer des reizvollen *Werbellinsces. Die Autobahn durchquert weiterhin die welligen Waldungen der wildreichen Schorfheide (Naturschutzgebiet), in deren westlichem Teil der Waldhof Karinhall des Generalfeldmarschalls Göring liegt; mehrere Parkplätze, bei 41 und 43,1 km links der Flache und der Tiefe Bugsinsee.

44,7 km: Aus- und Einfahrt Joachimsthal, an der Reichsstraße Nr 198 zwischen dem am Werbellinsee gelegenen Städtchen Joachimsthal (5 km westl.) und der Stadt Angermünde (17 km nordöstl.). Die Autobahn bietet bei 46 km links eine ubschen Blick auf den runden Grimnitzsee (Parkplatz bei 46,3 km). Dann durch wildreichen Buchen- und Eichenwald (mehren Parkplätze, bei 51 km Wildschweinwechsel!); an den Böschangen zahlreiche Findlinge, die beim Bau der Autobahn aufgeweckt wurden. Bei 57,8 km auf einem Damm über einen See, durch Felder, am Dorf Friedrichsfelde vorüber, bei 61,8 km weder in den Wald (Wildwechsel). ­

64,9 km: Aus- und Einfahrt Pfingstberg (70 m); von hier führt eine Landstraße 7 km südöstlich nach Greiffenberg an der Reichsstraße Nr.198. - Die Autobahn zieht weiter durch schönen Buchenwald und überquert die Eisenbahn von Berlin nach Stralsund; bei 65,6 km rechts ein See, weiterhin zahlreiche Parkplätze, bei 72 km Wildwechnal bei 74 km über die moorige Rinne des Rathsburger Sees.

78,3 km: Aus- und Einfahrt Gramzow (69 m; Tankstelle), an der Reichsstraße Nr. 198 zwischen Gramzow (3 km südöstl.) und Prenzlau (13 km nordwestl.); links das Dorf Hohengüstow. Weiter durch das wellige Ackerland der fruchtbaren Uckermark; im Hintergrund die Randhöhen des Randowbruchs. Bei 86,4 km rechts das Dorf Wollin, mit hübschem Kirchturm; nun etwas aufwärts zur Höhe (Parkplatz bei 88 km), dann abwärts in das fruchtbare Randowbruch, die Niederung eines Urstromtals.

89,8 km: Aus- und Einfahrt Schmölln (20 m), an der Reichsstraße Nr. 320 nach Prenzlau (18 km). Von 90,8 bis 93,8 km bergauf zur Höhe über dem Randowbruch; weiter ziemlich eben und gerade (bei 94,3 km ein hübscher Parkplatz).

100,6 km : Aus- und Einfahrt Storkow-Penkun (40 m), an der Reichsstraße Nr. 113; 3 km südwestlich liegt das Städtchen Penkun (1700 Einw.; Gasth. Kaiserhof), mit Schloß aus dem XVII. Jahrhundert. Die Autobahn zieht östlich weiter; bei 102,9 km auf dem Grünstreifen eine alte Linde.

112,5 km : Aus- und Einfahrt Stettin-Süd (36 m; Tankstelle) 11 km von der Stadtmitte, an der Reichsstraße Nr. 2. Die Autobahn senkt sich bei 114,5 km hinab in das Odertal; unten bei 115,5 km ein Parkplatz, am Fuß eines Hügels, der eine prächtige Aussicht auf das Odertal und die Höhen der Buchheide bietet. Dann auf einer 240 m langen Brücke über die Westoder, bei 118 km auf einer 225 m langen Stahlträgerbrücke über die Ostoder (zwischen beiden Brücken liegt die Autobahn tiefer als der Meeresspiegel).

119,1 km : Aus- und Einfahrt Sydowsaue [¯ydowce] (11 m). Dann an der Einmündung der Anfang 1939 in Planung befindlichen „Ost-Oderlinie“ von Frankfurt a. d. Oder vorüber, ab 122,5 km im Bogen aufwärts in die Buchheide, ein von vielen Tälchen zerschnittenes Buchenwaldgebiet; bei 124,6 km gestaffelte Fahrbahnen mit freiem Blick in die Niederung.

Bei 125,4 km die Aus- und Einfahrt Stettin-Ost (1938 noch nicht eröffnet); bei 128 km links Blick auf den Dammscher See, den südlichsten Teil des Stettiner Haffs; dann auf einer 240 m langen Brücke über die tiefe Schlucht von Hökendorf [Klêskowo]; dahinter ein aussichtreicher Parkplatz.

131,7 km: Aus- und Einfahrt Altdamm [D¹bie] (12 m), an der Reichsstraße Nr. 104 zwischen Altdamm (3 km westl.) und Stargard (24 km östl.). Weiter durch Kiefernwald und Heide.

138,9 km: Aus- und Einfahrt Bäderstraße; von hier l km bis Hornskrug (15m), an der „Bäderstraße“ von Stettin über Gollnow [Goleniów] (Stolp [S³upsk] -Danzig [Gdañsk]); nach Misdroy [Miêdzyzdroje] und Swinemünde [Œwinoujœcie].

Die Fortsetzung der Autobahn von der Bäderstraße durch Ostpommern nach Danzig war Anfang 1939 im Bau (bis zu ihrer Fertigstellung benutz man die Reichsstraße Nr. 2); sie führt über die Pommersche Seenplatte mit ihren zahlreichen und ausgedehnten Buchenwäldern.    

148 km: Stargard-Friedrichswalde [Stargard Szczeciñski-Podlesie n. Sowno], 15 km nordwestlich von Stargard.

160 km: Stargard-Massow [Stargard S.-Maszewo], an der Reichsstraße Nr. 163.

174 km: Stargard-Freienwalde [Stargard S.-Chociwel], an der Reichsstraße Nr. 158.

182 km: Freienwalde-Nörenberg [Chociwel-Iñsko].

188 km: Blankenhägen [D³usko].

193 km: Piepstock [Podlipce].

198 km: Wangerin-Gienow [Wêgorzyno-Ginawa], an der Reichsstraße Nr. 158.

203 km: Rosenfelde [BrzeŸniak].

210 km: Aus- und Einfahrt Dramburg [Drawsko Pomorskie], 5 km nordwestlich von der Stadt.

215 km: Sarranzig [Zarañsko].

266 km: Aus- und Einfahrt Falkenburg [Z³ocieniec], 4 km nördlich von der Stadt und der Ordensburg Crössinsee und unweit südlich vom Zetzinsee, wo die von Frankfurt a. d. Oder kommende Strecke mündet (1939 im Bau).

244 km: Klaushagen [Kluczewo], an der Reichsstraße Nr. 124.

251 km: Sternhof [Gwiazdowo] .

259 km: Aus- und Einfahrt Bärwalde [Barwice], 2 km südöstlich von der Stadt. Von hier führt nordöstlich eine Anfang 1939 noch in der Planung befindliche Linie über Rummelsburg [Miastko] und Bütow [Bytów] nach Danzig, östlich eine 1939 im Bau befindliche Linie über Neustettin [Szczecinek], zur Reichsstraße Nr. 1 zwischen Schlochau [Cz³uchów] und Konitz [Chojnice] (Dirschau[Tczew]-Danzig bzw. Elbing [Elbl¹g]).  

Als Fortsetzung der Autobahn von Berlin über Stettin nach Danzig war Anfang 1939 eine Autobahn von Danzig nach Elbing in Planung (65 km). Von Berlin auf der Reichsstraße Nr. 1 nach Elbing 485 km.

 

Vb. Von Elbing nach Königsberg (Cranz, Insterburg).

 

105 km. Die Strecke verbindet die beiden größten Städte Ostpreußens und ermöglicht einen schnelleren Verkehr zwischen der Reichshaupt­stadt und Ostpreußen; sie führt in beträchtlicher Entfernung von der Küste durch ein freundliches Hügelland mit fruchtbaren Ackerflächen, von weidenden Pferden belebten Wiesen und vereinzelten Waldstücken. Vorläufig ist nur eine Fahrbahn ausgebaut; die Kilometer zählen von Königsberg nach Elbing.

96,4 km (von Königsberg) : Ein- und Ausfahrt Elbing-West [Elbl¹g-Zachód] (5 m), 1,5 km südwestlich von der Stadtmitte, an der Reichsstraße Nr. 1. Von hier führt die Autobahn östlich auf einer 220 m langen Stahlbrücke über den schiffbaren Elbingfluß, die Eisenbahn nach Königsberg und den Hommelfluß; weiter leicht abwärts in die z. T. vermoorte, tiefer als der Meeresspiegel liegende Niederung des Drausensees, dann wieder etwas aufwärts und wieder über die Eisenbahn.

92 km: Aus- und Einfahrt Elbing-Ost [Elbl¹g-Wschód] (9 m), 4 km von der Stadtmitte an­ der Reichsstraße Nr.130. Nun leicht bergan, mit Rückblick auf Elbing; bei 89,7 km und 89,3 km Parkplätze; bei 89, 2 km über die Waldschlucht Laupichler; links die bewaldeten Trunzer Berge. Ab 88,5 km  die wellige Hochfläche.

85,6 km: Aus- und Einfahrt Pomehrendorf [Pomorska Wieœ] (155 m), 3 km nord-westlich vom Dorf. Weiter durch ein anmutiges Hügelland mit Pferde- und Viehweiden; bei 78,7 km ein hübscher Parkplatz am Waldrand. Bei 74,1 km leicht aufwärts zu einem waldreicheren Streckenabschnitt (Parkplätze bei 74,1 und 72,8 km); dann abwärts in das breite Baudetal.

72,5 km : Aus- und Einfahrt Frauenburg [Frombork] (48 m), zwischen Frauenburg (15 km nördl.) und dem 8 km südlich gelegenen alten Deutschordensstädtchen Mühlhausen [M³ynary] (2500 Einw.; Gasthof Adler). Die Autobahn durchquert ab 71,7 km den Wald von Großrautenberg [Wielkie Wierzno]; bei 70 km ein Parkplatz, bei 69,9 km über die Baude [Bauda]. Von 65,5 km bis zum Parkplatz bei 64,5 km wieder durch Wald. .

63,7 km: Aus- und Einfahrt Tiedmannsdorf [Chruœciel],(28 m), 11 km süd-westlich von Braunsberg [Braniewo]. Bei 59, 2 km ein hübscher Parkplatz über der Passarge [Pas³êka]; dann auf einer Doppelpfeilerbrücke über das ziemlich tief eingeschnittene Waldtal.

58,1 km: Aus- und Einfahrt Schalmey [Szalmia] (32 m), 7 km südlich von Braunsberg. Weiter gerade und eben durch Wald; bei 57,1 km ein Parkplatz, bei 57 km eine Brücke über das Tal des Lastbachs [M³ynówka].

52,4 km: Aus- und Einfahrt Braunsberg (52 m; Tankstelle), an der Reichsstraße Nr. 142 zwischen Braunsberg (7 km nordwestl.) und Mehlsack [Melzak, jetzt Pieniê¿no] (21 km südöstl.). Nun gerade durch Wiesen und Weiden; bei 51,8 km ein Parkplatz.

49,1 km: Aus- und Einfahrt Heiligenbeil-West [Œwiêta Siekierka-Zachód] (58 m), 11 km von der Stadt [jetzt Mamonowo]. Dann durch den Forst Födersdorf; bei 47,2 km über die Bahnau [Banówka] (Parkplätze), bei 43 km über das Tal der Omaza (dahinter ein Parkplatz).

40,1 km: Aus- und Einfahrt Heiligenbeil-Ost (103 m), zwischen Heiligenbeil (10 km) und Zinten [Cynty, jetzt Korniewo] (15 km). Bei 37,5 km wieder durch Wald; bei 33,8 km über die Jarft [jetzt Wituszka], ab 33,2 km lange Geraden.

25,7 km: Aus- und Einfahrt Zinten (57 m), 8 km südöstlich vom Städtchen. Die Autobahn führt bei 22,6 km auf 240 m langer und 40 m hoher Brücke über das Grünwehrer Mühlenfließ, ein kleines Waldtal; dann tritt der Wald zurück; bei 17,4 km Parkplatz.

15,3 km: Aus- und Einfahrt Kreuzburg [jetzt S³awskoje] (6 m), an der Reichsstraße Nr. 126 nach Zinten (14,5 km); 8 km südöstlich von der Autobahn liegt das Städtchen Kreuzburg (2000 Einw.; Gasth. Ankermann). Die Autobahn überquert bei 15,3 km die Stradick, bei 13,1 km die Frisching [jetzt Prach³adnaja], zwei kleine Wiesenflüßchen; bei 12 km ein Parkplatz.

0 km: Aus- und Einfahrt Königsberg (27 m; Tankstelle); von hier auf der Reichsstraße Nr. 128 noch 7 km nördlich bis zur Stadt­mitte; oder nach 1 km rechts unter Umgehung der Stadt über Neuendorf und die 1938 erbaute, 635 m lange Pregelbrücke­ bei Palmburg zu den Straßen nach Insterburg [Wystruæ, jetzt Czerniachowsk], Tilsit [Tyl¿a, jetzt Sowietsk] und Cranz [jetzt Zielonogradsk] (Samland [Sambia]).

Von Königsberg nach Cranz an der bäderreichen Samlandküste war 1939 eine Autobahn im Bau (bis zu der für den Sommer 1940 geplanten Fertigstellung s. Reichsstraße Nr. 128). Die 21,5 km lange Strecke (nur eine Fahrbahn) beginnt nördlich von Königsberg an der Samitter Alle, führt zuerst nordwestlich, dann nördlich durch das freundlieche, hier z. T. bewaldete Samland, mit den Aus- und ­Einfahrten (9 km) Fritzerter Forst und (15 km) Rudau, und mündet 6 km westlich von Cranz in die Bäderrandstraße von Cranz nach Neu­kuhren.

Von Königsberg nach Insterburg (Eydtkau, Tilsit) war Anfang 1939 ebenfalls eine Autobahn im Bau (bis zur Fertigstellung s. Reichsstraße Nr. l). Die Strecke führt in Verlängerung der Elbing-Königsberger Linie von der Einfahrt Königsberg (s. oben) südlich vom Pregeltat und der Reichsstraße Nr. 1 nach Osten und kreuzt nach 7 km bei Borchersdorf  die Reichsstraße Nr. 131. Hinter den ausgedehnten Waldungen der Frisching kreuzt man 45 km jenseit Königsberg die Reichsstraße Nr. 142. südlich von Wehlau. Später durch den Forst Kranichbruch; 80 km hinter Königsberg zweigt links eine Linie ab, die am Westrand von Insterburg vorüber nordöstlich nach Tilsit führt (Anfang 1939 im Planung). Die Strecke nach Eydtkau zieht ostwärts weiter, kreuzt sudlich von Insterburg die Reichsstraße Nr. 139 bei Dittlacken, später die Reichsstraße Nr. 137 und erreicht bei Großgauden (95 km von Königsberg) die Reichsstraße Nr. l nach Eydtkau.

Baedekers Autoführer Deutsches Reich (Großdeutschland), Leipzig 1939.